Gleitschirmfliegen: sportliches Highlight der Namibia-Safari
Wer das Gleitschirmfliegen in Namibia erlernt, startet gleich richtig. Das sagt Stefan, unser Interviewpartner. Mit ihm wollen wir den Blick auf sportliche Aktivitäten einer Namibia-Safari lenken.
Namibia-Safari: Sportliche Aktivitäten im Überblick
Welche bewegenden Aktivitäten kann eine Namibia-Safari bieten?
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Gleitschirmfliegen entlang der Dünen zwischen Swakopmund und Langstrand – für erfahrene Piloten ein echtes Highlight und für Einsteiger eine prägende Lernerfahrung.
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Eine Ballonfahrt über der Namib: sanft abheben, lautlos gleiten und die Weite mit allen Sinnen erleben.
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Aktiv am Boden: Mit dem Quad durch die Dünen, beim Reiten die Landschaft erfühlen oder mit dem Rad die Atlantikküste erkunden – sportliche Erlebnisse, die Namibia aus neuen Perspektiven zeigen.
Für wen sind sportliche Aktivitäten im Verlauf einer Namibia-Safari geeignet?
Gäste, die Namibia kennenlernen und ihrem Sport treu bleiben wollen.
Wie viel Zeit sollte ich mir für sportliche Aktivitäten bei einer Safari in Namibia nehmen?
Wir empfehlen mindestens zwei, besser drei Nächte in einer Lodge zu bleiben.
Interview mit Stefan Schneider
Stefan Schneider ist nicht nur Goldschmiedemeister und kreativer Kopf hinter dem Schmucklabel Tu Ego in Ulm – er ist auch passionierter Paraglider. Seit 2012 fliegt er jedes Jahr in Namibia. Was ihn dorthin zieht, hat viele Gründe: die Verlässlichkeit der Bedingungen, die Weite des Landes, aber auch die besondere Verbindung zur Natur. „Namibia ist berechenbar“, sagt er. „Ich weiß, dass ich gut schlafen werde, dass das Küchenteam in unserer Unterkunft in Swakopmund, der Alten Brücke, großartig ist – und dass ich jeden Tag fliegen kann.“
Die Liebe zum Fliegen begleitet ihn seit seiner Jugend. Schon als Kind baute er Modellflugzeuge. 1995 wagte er den ersten Flug mit dem Gleitschirm. „Motorflug war mir zu laut – und zu teuer“, sagt er. Was ihn fasziniert, ist das stille, lang anhaltende Gleiten. „Acht Stunden in der Luft zu sein, viele Kilometer zurückzulegen – das ist wie ein Tag zwischen den Elementen.“
Sein Zugang zum Fliegen ist geprägt von Respekt. „Du bewegst dich in einem Raum, wo der Mensch eigentlich nicht hingehört. Du musst die Luft spüren, nicht nur sehen. Und du musst demütig bleiben, denn die Natur ist immer stärker.“ Deshalb sieht er Gleitschirmfliegen nicht als Extremsport, sondern als Genusserlebnis – mit klarem Kopf und kontrolliertem Risiko.
Namibia bietet für ihn ideale Voraussetzungen: „Der gleichmäßige Wind vom Atlantik zur Düne, das Zusammenspiel von heißer Wüste und kaltem Meer – das ist einzigartig.“ In den Dünen südlich von Swakopmund und Henties Bay kennt er sich aus, war früher auch in Sandwich Harbour unterwegs, bevor das Gebiet wegen nicht genehmigter Flüge gesperrt wurde. Für Stefan gehört Verantwortung zum Fliegen dazu – genauso wie gute Vorbereitung. „Auch erfahrene Piloten müssen in Namibia erst mal üben und: Sand fressen.“
Eine Lizenz und ärztliche Flugtauglichkeit sind Voraussetzung, ebenso wie die Genehmigung der namibischen Flugbehörde. Flugschulen aus Deutschland und Österreich organisieren den sicheren Rahmen. „Man ist nie allein unterwegs. Wenn etwas passiert, ist sofort Hilfe da.“
Was ihn jedes Jahr aufs Neue begeistert? „Die Kombination aus Natur, Adrenalin und Gemeinschaft. Wir fliegen gemeinsam, tauschen uns aus, lernen voneinander.“ Und auch die Pausen gehören dazu – etwa ein Wochenendausflug ins Inland oder ein Sprung mit der Cessna zum Brandberg. Namibia ist für ihn weit mehr als nur ein Flugrevier. „Es hilft mir über den Winter. Die Wärme – klimatisch und menschlich – macht etwas mit mir.“
Und was isst ein Gleitschirmpilot nach einem langen Flugtag am liebsten? „Fisch. Egal, welche Sorte – frisch und lecker ist er immer.“
Die Ballonfahrt über der Namib
Paragliding, das ist Ihnen zu dynamisch? Alternativ bietet sich eine Fahrt mit dem Ballon über die älteste Wüste der Welt an. In unserem Beitrag “Luftig und leicht” berichten wir über dieses einzigartige Erlebnis. Gern binden wir die Ballonfahrt in Ihre Namibia-Safari ein.
Namibia bietet aktive Erlebnisse auch am Boden. Mit dem Quad geht es über Dünen und durch trockene Flussläufe – ein intensives Naturerlebnis mit Adrenalinfaktor. Wer es ruhiger mag, erkundet die Weite der Landschaft im Sattel eines Pferdes oder mit dem Mountainbike, etwa entlang der Atlantikküste bei Swakopmund. Alle drei Aktivitäten ermöglichen besondere Perspektiven auf die Natur – nah dran, bewegt und doch im Einklang mit der Umgebung.
Wir kennen Lodges, die auf sportliche Aktivitäten für Ihre Namibia-Safari spezialisiert sind. Welche Wünsche haben Sie? Wir gehen individuell darauf ein!
Namibia: das Paradies für Piloten
Gleitschirmfliegen ist die Kunst, mit einem flexiblen Schirm und etwas Wind vom Boden abzuheben – lautlos, ohne Motor, getragen von Thermik und Intuition. Der Pilot sitzt in einem Gurtzeug. Er lenkt durch Körpergewicht und Steuerleinen, während er scheinbar schwerelos durch die Luft gleitet.
Namibia gilt unter Paraglidern als Geheimtipp: Besonders die Regionen zwischen Swakopmund und Langstrand sowie rund um Henties Bay bieten ideale Bedingungen. Der laminare Seewind – gleichmäßig und konstant – entsteht durch das Zusammenspiel von heißer Wüstenluft und dem kalten Benguelastrom. Ein Start vom Boden ist hier möglich, doch der Einstieg verlangt Technik und Training. Wer einmal in Namibia fliegt, lernt schnell: Die Wüste ist ein herausfordernder Lehrer – und ein unvergleichlicher Lohn wartet in der Luft.
Profi oder Anfänger: Wir kümmern uns gern um eine unvergessliche Reise rund um den Lieblingssport – etwa das Paragliding. Von den Dünen der Namib am Atlantischen Ozean geht die Safari weiter. Wählen Sie andere sportliche Aktivitäten oder genießen Sie einfach die Natur und Kultur Namibias.