Namibia Individual
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Besondere Aktivitäten auf der Namibia-Safari: Unser Besuch im Juni 2025

Wir gestehen: Die besonderen Aktivitäten dieser Namibia-Safari haben uns tief berührt. Ja, wir kennen Land und Leute seit über 30 Jahren. Doch diese Reise war anders. Wir haben die Menschen, vor allem unsere Partner vor Ort, wieder neu entdeckt. Die Unterkünfte, das Essen, der Service und vor allem die Erlebnisse wurden so einfühlsam vermittelt … man kann sagen, wir sind hin und weg. Gern teilen wir unsere Begeisterung für die exklusiven Aktivitäten verschiedener Lodges in Namibia hier mit Ihnen. Viel Freude beim Lesen.

Aktivitäten unserer Namibia-Safari im Überblick

Welche besonderen Aktivitäten kann eine Namibia-Safari bieten?

  • Die City-Tour durch Windhoek mit einem lokalen Guide bietet hochwertiges Handwerk und einen achtsamen Blick auf das Stadtviertel Katutura.

  • Kochen wie in Namibia oder Südafrika: Mitmachen und genießen bei der Cooking Class auf Otjiwa.

  • Die Walking-Safari im Onguma Trails Camp bewegt im doppelten Sinn des Wortes und öffnet alle Sinne für die Natur.

  • Driving-Safaris durch den Hoanib mit Wilderness Hoanib Skelton Coast Camp – auf den Spuren der Wüstenelefanten oder an die Küste des Atlantiks.

  • Das Rhino-Tracking mit Wilderness Desert Rhino Camp gehört zum nationalen Conservation Programm Namibias.

Für wen sind exklusive Aktivitäten im Verlauf einer Namibia-Safari geeignet?

  • Gäste, die Namibia bereits kennen und das Land noch intensiver erleben wollen.

Wie viel Zeit sollte ich mir für exklusive Aktivitäten bei einer Safari in Namibia nehmen?

  • Wir empfehlen mindestens zwei, besser drei Nächte, in einer Lodge zu bleiben.
Windhoek

Stadtführung, abseits des Mainstreams

“Welcome back!” Charles überragt fast alle in der Ankunftshalle des internationalen Flughafens von Windhoek. Wir steuern auf ihn zu, erfreut, diesen versierten Guide und liebenswerten Menschen wiederzutreffen. Schon einige Male hat er uns abgeholt und durch die Stadt geführt. Was steht dieses Mal auf dem Programm?

Wir deponieren unser Gepäck im Hotel und schon geht es los mit unserer Citytour. Charles lenkt den nagelneuen Amarok in Richtung Nakara, einer Ledermanufaktur im Nord-Osten der Stadt. Seit 1980 werden hier zeitlose Accessoires gefertigt: Taschen, Portemonnaies, Gürtel und Schuhe. Auch dekorative Felle von Huftieren, die nicht bedroht sind, gehören in das Sortiment des Factory Stores.

Themenwechsel: Das karitative Projekt Penduka, zu Deutsch “Aufwachen”, liegt nordwestlich, direkt am Ufer des Goreangab Wasserreservoirs. Die Einrichtung strahlt eine friedliche Atmosphäre aus. Hier entfalten sich Frauen aus benachteiligten Verhältnissen in kunsthandwerklichen Bereichen. Ein Geheimtipp für Souvenirs, mit dem man wirklich etwas Gutes tut.

Mit den beiden Stationen umkreisen wir Katutura. Die ehemalige Township von Windhoek entstand in den 1950er-Jahren im Zuge der südafrikanischen Apartheidpolitik. Schwarze Familien wurden aus dem Stadtzentrum hierher verbannt. Sie nannten die Siedlung Katutura in der Sprache der Herero – der Ort, an dem wir nicht leben möchten. Charles ist hier aufgewachsen, hat die Unabhängigkeit erlebt und ist mit seiner eigenen Familie geblieben. Er macht uns auf die historische Bauweise aufmerksam, berichtet über Projekte zur Infrastruktur und führt uns schließlich zum Single Quarter Market, eine überdachte Fläche, auf der vorwiegend Lebensmittel und Gewürze angeboten werden. Montags, also heute, gibt es hier gegrilltes Fleisch. Es duftet köstlich und schmeckt auch so. “Vormittags stehen hier Handwerker neben Ministern”, berichtet Charles. “Sie genießen herzhafte Kost und starten so gut gestärkt in die Woche.” Wir haben uns satt gesehen an neuen Eindrücken, fallen früh ins Hotelbett, denn unsere Safari hat noch viele Aktivitäten zu bieten.

Otjiwa Collection

Namibisch kochen unter freiem Himmel

Wie man ein Brötchen richtig formt? Wer mit Tunga kocht, lernt es! Die namibische Köchin zeigt uns verschiedene Tricks der einheimischen Küche. Auf dem Speiseplan unserer Cooking Class auf Otjiwa stehen: Salatkomposition dreierlei Bohnen, Sosati – marinierter Grillspieß – mit Gemüse und Oryxfleisch sowie weiße Brötchen.

Privat kochen wir sehr gern. Hier unter freiem Himmel, über offenem Feuer, mit lokalen Produkten und unter professioneller Anleitung macht es noch mehr Spaß. Speziell die Marinade für die Grillspieße ist eine Offenbarung. Feine Süße trifft auf fruchtige Aromen und leichte Schärfe. Tunga zauberte schließlich noch einen lauwarmen Grießpudding auf den Tisch. Wunderbar!

Der Kochkurs spiegelt die besondere Atmosphäre der Otjiwa Collection – ein Familienunternehmen, wie man es sich nicht ausdenken kann. Jede und jeder der Familien Barnard und Müller bringt das persönliche Talent ein. Vom Interieurdesign über das Marketing bis zur Kulinarik. Ebenso engagiert arbeiten Teammitglieder wie Tunga mit. Für rund drei Stunden ist man mittendrin. Wer den Tag mit einem Sundowner Drive ausklingen lässt, darf sich glücklich schätzen. Wir sind es!

Onguma Trails Camp

Eine Safari, die bewegt

Es ist uns eine Ehre: Namibia Individual gehört zu den Ersten, die das Trails Camp besuchen – ein neues Angebot im Onguma Naturreservat. Hier wird bewusst ein Kontrapunkt gesetzt zu den bekannten und beliebten Safaris durch den westlich angrenzenden Etosha Nationalpark und durch das eigene Reservat.

Was ist anders? Die intensive Nähe zur Natur! Zentral für den (mindestens!) zweitägigen Aufenthalt ist die Walking-Safari. Kommt es dabei auf spektakuläre Tiersichtungen an? Eher nicht. Liberty und Victor, die erfahrenen Guides, schaffen eine starke Beziehung zur Umgebung. Es beginnt ganz praktisch mit dem Abdruck unserer Schuhsohlen im Sand. Die Fotos werden per Smartphone an die Ranger gesendet. Sie können erkennen, wer sich legal im Reserve bewegt und wer sich unerlaubt hier aufhält.

Ein leichtes Frühstück wird vor Sonnenaufgang serviert. Unbeschwert laufen wir direkt vom Camp aus los – kein Wagen, kein Rumpeln, nur Rascheln. In geordneter Reihe durchstreifen wir den Busch. Die Guides erläutern, was uns umgibt. Zwischendurch knabbern wir kleine, säuerliche Früchte direkt vom Busch – natürlich nur auf Empfehlung unserer fachkundigen Begleiter. Da: Wir entdecken die Spuren eines weiblichen Spitzmaulnashorns und ihres Kalbs. Werden wir den beiden begegnen? Zunächst lernen wir mehr über das ausbalancierte Leben im Busch, etwa welche Tiere nacheinander einen verlassenen Termitenbau bewohnen. Noch ein paar Schritte und wir stehen vor einem wunderbar gedeckten Tisch. Given, unser Gastgeber, hat mit seinem Team einen köstlichen Brunch vorbereitet. Die Stärkung kommt nach einem vierstündigen Walk wie gerufen.

Nachmittags steigen wir dann doch in den Landrover und fahren zu einem neu angelegten Wasserloch, das sich bereits höchster Beliebtheit erfreut. Zwei Elefantenbullen erfrischen sich hier. Und nun kommt die Black-Rhino-Mama mit ihrem Kleinen dazu. Das nennt man Safariglück.

Unser Fazit zum Trails Camp auf Onguma lautet: Bestnote! Hier wurde nicht künstlich etwas Neues erschaffen, sondern Gutes hat noch mehr qualitative Tiefe erhalten.

Wilderness Hoanib Skeleton Coast Camp

Sich treiben lassen

Namibia hat den Schutz der Natur in seiner Verfassung verankert – als erstes Land Afrikas. Aktivitäten im trockenen Flussbett des Hoanib spiegeln diese kluge und weitsichtige Entscheidung perfekt. Im Wilderness Hoanib Skeleton Coast Camp erleben wir mit zwei ausgesuchten Aktivitäten sowohl Komplexität als auch Leichtigkeit der nordwestlichen Region.

Dafür stehen wir erneut früh auf. Kein Problem: Entspannt fädelt man im Verlauf einer Namibia-Safari ein in den Rhythmus von Tag und Nacht. Vor Sonnenaufgang erreichen wir das trockene Flussbett des Hoanib, einem von 12 ephemeren Flüssen Namibias. Das sind Flussläufe, die oberirdisch nur sporadisch nach Regenfällen Wasser führen. Versickertes Regenwasser wird im Grund gespeichert.

Gegen 07:45 Uhr ist es so weit: Sonnenlicht flutet den Hoanib. Wir baden regelrecht darin, von Vogelgesang umfangen. Schon dieser Moment ist magisch. Und was sollen wir sagen? So geht es weiter! Mondblumen säumen den Weg. Bienen summen umher. Perlhühner flattern auf. Schlangen haben Spuren hinterlassen. Ein Karakal schleicht durch das hohe Gras. Die Katze äugt kurz zu uns rüber. Schließlich legt sich Sand wie Puder auf die Felsen. Die Küste ist nah. Wir tauchen ein in die Dünenlandschaft. Das Pfeifen des Windes vereint sich mit dem Donnern des Atlantiks. Noch ein paar Meter und wir hören das Geheul der Seerobben. Es ist überwältigend. Wir begegnen der Natur in vielfältigen Texturen und Formationen. Dass Esther, die wundervolle Köchin des Wilderness Hoanib Skeleton Coast Camps, hier bereits einen Lunch zubereitet, toppt alles. Nach einem Spaziergang am Strand mit Besuch bei einem der legendären Schiffswracks fahren wir zum Airstrip von Möwe Bay. Per Kleinflugzeug geht es zurück. What a day!

Am folgenden Tag nehmen wir mit Ben, unserem Guide, die Fährte der Wüstenelefanten auf. Dieses Mal bewegen wir uns flussaufwärts und begegnen Giraffen, Perlhühnern, einem Murmeltier, Spatzen und Pavianen. Zuerst treffen wir Oliver, einen Elefantenbullen. Verblüffend, dass die Guides die Tiere so gut unterscheiden können. Wir lernen, genau hinzusehen. Mal sind die Ohren klein. Oder es fehlen die Haare an der Schwanzspitze. Paradiesisch mutet die nächste Begegnung an. In einer Senke grasen vier Elefantenweibchen. Drei der Schwestern haben Nachwuchs. Wir nähern uns vorsichtig mit dem Wagen und können das Verhalten der Tiere in Ruhe mit Ben studieren. Ruhe und Frieden liegt über der Szene. Ein wenig wollen wir davon bewahren. Ob es gelingt?

Wilderness Desert Rhino Camp

Rhino Tracking: Ein Erlebnis, das den Artenschutz fördert

Mit Wilderness Air fliegen wir in südöstlicher Richtung. Die Cessna Caravan bringt uns zum Airstrip des Wilderness Desert Rhino Camps. Hier überzieht das schimmernde Gras wie Goldstaub die Landschaft, bis hinauf zu den Anhöhen. In dieser Weite soll man ein Nashorn aufspüren? Die Tiere tragen kein Halsband mit GPS. Unser Guide Nicky ist ehrlich: Nicht immer gelingt eine Sichtung, obwohl sich die Tracker täglich in dem Gebiet aufhalten. Sie kennen die Gewohnheiten der scheuen Spitzmaulnashörner. Regelmäßig übermitteln sie die Daten zu Bewegung und Physis an eine zentrale staatliche Stelle, dem Save the Rhino Trust.

Mit Nicky fahren wir nach dem ausgiebigen Frühstück los und platzieren uns auf einem Hügel. Das Panorama ist überwältigend. Ein Funkruf unterbricht die Stille. Denzel, einer der Tracker, meldet sich. Sie haben ein Black Rhino in der Nähe gefunden. Wir fahren hin und legen den letzten Kilometer zu Fuß zurück. Da streift ein ausgewachsener Bulle durch die Buschlandschaft – entspannt und in respektvollem Abstand.

Solche Begegnungen bedeuten für jede Person wohl etwas Eigenes. Wir empfinden Demut und Glück, auf dieser Welt leben zu dürfen.

Ihre individuelle Safari durch Namibia

Erlebnisse für Kennerinnen und Kenner?

Jede Safari, die wir für unsere Kundinnen und Kunden arrangieren, ist individuell. Wir erkundigen uns intensiv nach den jeweiligen Wünschen und Anforderungen. Darauf abgestimmt stellen wir auch die Aktivitäten der Reise zusammen. Ob die Honanib Experience, Rhino Tracking, Walking Safari oder ein Kochkurs ein Erlebnis für Namibia-Erfahrene ist oder für Einsteiger: Das entscheiden Sie selbst. Wir waren jedenfalls positiv überrascht, wie viele neue Inspirationen uns die oben beschriebenen Aktivitäten vermittelt haben.